In Deutschland kann man, muss aber kein Trinkgeld geben, denn die Bediengelder sind im Preis mit einkalkuliert. Einigkeit besteht aber darin, dass es für eine gute Leistung auch ein gutes Trinkgeld geben sollte. Am besten orientieren Sie sich an der Fünf- bis Zehn-Prozent-Regel, bezogen auf die jeweilige Rechnungshöhe.
In guten Hotels können Sie für den Zimmerservice zwei bis fünf Euro pro Lieferung einplanen und bei An- und Abreise zwei Euro Trinkgeld pro Gepäckstück. Organisiert Ihnen der Hotel-Concierge jedoch Karten für die ausverkaufte Theatervorstellung, sollte Ihnen dies schon mal zehn Euro extra wert sein.
50 Cent sind für die Garderobiere pro Kleidungsstück angebracht.Bei Taxifahrten sind in Deutschland im Allgemeinen rund zehn Prozent der Summe üblich.
Aber natürlich spricht nichts dagegen, grundsätzlich mehr zu geben, wenn Sie besonders zufrieden waren. Wenn jedoch nicht, oder wenn Sie gar verärgert über den schlechten Service sind, sollten Sie auch hier konsequent sein und nichts geben.
Übrigens: Die Ausrede „kein Bargeld“ gilt beim Trinkgeldgeben nicht mehr. Auch bei einer Zahlung mit der Kreditkarte kann man heute fast überall Trinkgeld geben – einfach den gewünschten Betrag vor dem Unterschreiben in das dafür vorgesehene Feld des Kartenbelegs einfügen.